| Kicken gegen Rassismus war ein voller Erfolg |
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Der „Initiativkreis Kicken gegen Rassismus“ hat am Samstag, dem 29.05.10 ein Fußballturnier auf dem Sportgelände der Gewerbeschule in Bühl veranstaltet. Auch linksjugend [`solid] Ortenau war mit einem Infostand dabei. Die Veranstaltung hat schätzungsweise 150, vorwiegend jugendliche Teilnehmer angezogen. Am Freitagnachmittag war der Himmel noch wolkenverhangen und es regnete. Dies erschienenen keine optimalen Voraussetzungen für ein antirassistisches Fußballturnier am folgenden Tag. Dies sollte jedoch täuschen. Am Samstagmorgen trafen sich ungefähr 150 vorwiegend Jugendliche um bei dem Fußballturnier unter dem Motto „Kicken gegen Rassismus“ mitzumachen. Dass sich so viele Jugendliche unter dem Banner des Antirassismus zusammenfanden kann als großer Erfolg gewertet werden. Dies ist umso höher einzuschätzen, wenn man berücksichtigt, dass die Ortsverwaltung von einer Teilnahme abgeraten hat. Dabei wurde die Veranstaltung, wie es so viele Male geschieht im Vorfeld unter dem Stichwort des „Linksextremismus“ boykottiert. Von Seiten der Verwaltung, ebenso wie von der Presse war also kaum mit Unterstützung zu rechnen. Wie so oft zeigt sich, dass den bürgerlichen Parteien am Kampf gegen rassistisches Gedankengut nicht viel gelegen ist. Vielmehr wird solch ein Akt der Zivilcourage mit hohlen Phrasen niedergeredet.Mit Infoständen waren SJD – die Falken Kreisverband Bühl/Ortenau, linksjugend [`solid] Ortenau sowie die Partei die Linke anwesend. In lockerer Atmosphäre und bei strahlendem Sonnenschein verbrachten die TeilnehmerInnen einen Tag geprägt von Solidarität und dem Bewusstsein mit ihrer Teilnahme einen Beitrag für den alltäglichen Einsatz gegen rassistisches Gedankengut zu leisten. Auch für das leibliche Wohl der 11 Teams war gesorgt. Das Fußballturnier war geprägt von Fairness und es kam bei den SpielerInnen zu keinerlei Verletzungen, ausgenommen Sonnenbrand. Beeindruckend ist auch, dass Bühl alles andere als eine große Metropole ist und das Turnier trotzdem eine so große Anzahl Menschen anzog. Auch auf dem Land ist es möglich viel zu bewegen. Daher kann man dem Initiativkreis sowie selbstverständlich allen TeilnehmerInnen zu der gelungenen Veranstaltung gratulieren. Es ist sehr wichtig, dass in unserer heutigen Gesellschaft, in der rassistische Sprüche nicht nur mehr an Stammtischen sondern zunehmend auch in der Politik anzutreffen sind, eine Gegenöffentlichkeit geschaffen wird. Man muss darüber aufklären, dass es nicht ImmigrantInnen, Hartz IV EmpfängerInnern oder „die Griechen“ sind, die für Armut und Perspektivlosigkeit verantwortlich sind, sondern dass unser Wirtschaftssystem, der Kapitalismus, sich in einer unlösbaren Krise befindet. Rassismus überwinden heißt auch Kapitalismus überwinden. Abschließend mit dem Dichter Bertolt Brecht: Das da hätt’ einmal fast die Welt regiert, Bertolt Brecht, Kriegsfibel, 1955 |
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